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Klimaneutralität - Drucksachen klimaneutral fertigen.

2010-03-06 16:50 von Druckerei & Print-Office [Webmaster]

Der Klimaschutzgedanke verbreitet sich immer tiefer in das Bewusstsein moderner Unternehmen. Dabei beachten Unternehmen immer häufiger eine sinnvolle Strategie beim Einkauf von klimaneutralen Produkten.

Klimaneutralität – Funktionsweise

Aus Perspektive des Klimaschutzes sollen CO²-Emissionen bzw. Treibhausgase bereits im Ansatz vermieden werden. In vielen Fällen ist es für Unternehmen nicht möglich respektive nur mit vergleichsweise hohem Aufwand durchführbar – überwiegend können Events, Unternehmensprozesse oder Produkte nicht emissionsfrei produziert beziehungsweise gestaltet werden.

Auch bei unvermeidbaren Emissionen besteht die Möglichkeit zum Klimaschutz – die der Klimaneutralität!

Der Klimaneutralität liegt die Ausgleichsidee als Leitgedanke zu Grunde:
Da Treibhausgase eine globale Auswirkung haben, ist es für den Klimaschutz irrelevant wo Emissionen entstehen bzw. vermieden werden. Das heisst, dass sich daraus die Chance ergibt Emissionen von Treibhausgasen an einem anderen Ort zu vermeiden oder zu vermindern. Dabei müssen lediglich die, beispielsweise zur Herstellung einer Drucksache, entstehenden Emissionen berechnet werden und dieser errechnete CO²-Äquivalent durch den Erwerb von Emissionsminderungszertifikaten in gleicher Höhe ausgeglichen werden – dadurch kann die Drucksache als klimaneutral gekennzeichnet werden.

Wie, und welche Drucksachen können klimaneutral eingekauft werden?

Das ist denkbar einfach!
Unabhängig davon welche Drucksache Sie einkaufen wollen, ist es lediglich nötig, die Mehrkosten für eine klimaneutrale Fertigung bei der Angebotsanfrage zu berücksichtigen. Darüber hinaus können auch bereits produzierte Drucksachen nachträglich klimaneutral gestellt werden. Zur Dokumentation erhält man ein Urkunde, das die Stillegung, der für den Auftrag entstandenen Treibhausgasemissionen, bestätigt. Darüber hinaus enthält das Zertifikat detaillierte Angaben zu den durch den Auftrag entstanden CO²-Äquivalenten und gibt Informationen in welches Projekt und nach welchem Standard das Geld fließt.

Standards auf dem freiwilligen Markt

Standards auf dem freiwilligen Markt sind beispielsweise der Gold Standard, der sicher stellen soll, dass die Investmentprojekte sowohl klima- als auch entwicklungspolitisch nutzen bringen. Darüber hinaus stellt der Standard sicher, dass zur Realisierung der Klimaschutzprojekte das Geld aus den Zertifikatserlösen als einer der Bausteine zur Finanzierung benötigt wird und nicht als zusätzliche Einnahmequelle dient. Des weiteren finden weitere Standards Verwendung, die sich weitestgehend an den Gold Standard anlehnen – hier sind derzeit die drei folgenden Standard zu nennen: Social Carbon Methodology, VER+-Standrad und Voluntary Carbon Standard.

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Kommentar von Martin Lind | 2010-03-06

Wenn man es ernst meint mit dem Klima- und Umweltschutz sollte der Grundsatz gelten "erst vermeiden dann ausgleichen". Kunden von Druckereien, sollten daher schon bei der Auswahl ihres Druckpartners darauf achten, welche nachhaltigen und belegten Maßnahmen zur CO²-Vermeidung getroffen wurden. Gegen eine ausschließlich nachträgliche Reduzierung sprechen auch die Auswirkungen die z. B. die Papierauswahl auf den Carbon footprint eines Druckproduktes hat. Es gibt Papiere bei deren Herstellung 3 Tonnen CO² je Tonne Papier entstehen und es gibt Papiere wo unter 200 kg entstehen. Eine vorherige Planung des umweltfreundlichen druckens ist auch deshalb sinnvoll, weil dann im Druckprodukt auf die Klimaneutralität oder/und das umweltfreundlichere Papier hingewiesen werden kann. Das ist gut fürs eigene Image und wirbt bei anderen zur Nachahmung.

Kommentar von Holger | 2010-09-11

Klimaneutrales Drucken könnte man auch als modernen Ablasshandel bezeichen. Mir kommt es darauf an, den CO2 ausstoß zu vermeiden. Der Begriff Klimaneutral ist da extrem irreführend.