Bei der Verarbeitung zur Schweizer Broschur wird der Umschlag lediglich dreimal gerillt und der Inhaltsblock mit einer schmalen Leimspur an der letzten Umschlaginnenseite verklebt. Diesem Sachverhalt verdankt die Schweizer Broschur ihr verbessertes Aufschlagverhalten des Umschlagtitels - der Umschlag kann so flach auf einer Unterlagen liegen. Des weiteren wird beim Durchblättern des Inhalts der Broschüre keine Spannung - durch den Verzicht der Zierrille auf dem Umschlagtitel - auf den Umschlag übertragen, so dass die Gebrauchsspuren durch Knicke stärker vermindert werden. Darüber hinaus erhält die Umschlagtitelseite, durch Wegfall der Zierrille, so ein einheitliches respektive eleganteres Erscheinungsbild. Um die Belastung der Verklebung auf Umschlag und Inhalt besser auszugleichen, wird auf die Zierrille des Umschlagrücktitel nicht verzichtet. Der Inhaltsblock wird bei der Schweizer Broschur mit einem Fälzel (Gewebeband) oder als Imitierte Schweizer Broschur mit einem Innenumschlag (ohne Zierrillen) gefertigt. In Frage kommende Bindetechniken für die Schweizer Broschur ist die Klebebindung (mit PUR-, Hotmelt oder Dispersionsleim), Fadenheftung und Fadensiegelung.
Nachfolgender Querschnitt verdeutlicht die Fertigungsweise einer Schweizer Broschur.
Mit Hilfe der gestrichelten - - - - roten Linie, wird die Verleimung aufgezeigt.
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